Fragen und Antworten

Übersicht:

Frage zum Verhalten vor der Weisheitszahn OP:

Fragen zur Weisheitszahn OP selbst:

Verhalten nach der Weisheitszahn OP

Allgemeine Fragen zu Weisheitszähnen

Fragen zu den Kosten:

Frage zum Verhalten vor der Weisheitszahn-OP:

1. Soll ich zu Hause schon irgendetwas vorbereiten?

Zu Hause sollte Sie bereits genügend Material zum Kühlen der Wunde vorbereiten: Eiswürfel, Kühlkissen etc. Das Bett sollten Sie so vorbereiten, dass sie in halbliegender Position mit erhöhtem Kopf schlafen können.

2. Darf ich vor der Weisheitszahn-OP normal essen und trinken?

Das kommt darauf an, ob der Eingriff nur mit Spritze oder Lachgas geplant ist oder sogar eine Narkose zur Anwendung kommt.

  • Wenn nur mit Spritze, dürfen Sie alles essen und trinken
  • Wenn mit Lachgas: Trinken normal, aber 5 Stunden vorher nicht essen
  • Sedierung oder Narkose: 6 Stunden vorher ist Essen und Trinken strikt untersagt!

3. Soll ich schon vor der Weisheitszahn-OP ein Schmerzmittel nehmen?

Nein, es genügt die Einnahme nach der OP. Zunächst haben Sie ohnehin keine Schmerzen, da die Spritzen noch nachwirken. Daher ist genügend Zeit, das Schmerzmittel nach der OP einzunehmen.

4. Soll ich vor der Weisheitszahn-OP ein Beruhigungsmittel nehmen?

Nein, bitte auf keinen Fall. Sofern gewünscht, kommen Sie bitte 30 Minuten eher zu uns in die Praxis. Sie erhalten dann von uns ein starkes Beruhigungsmittel in der korrekten Dosierung. Wenn sie vorher bereits zu Hause ein Beruhigungsmittel eingenommen haben, können wir die Dosis nicht mehr korrekt festlegen!

5. Was muss ich zur Weisheitszahn-OP mitbringen?

Grundsätzlich müssen Sie nichts mitbringen. Ziehen Sie sich angenehme, luftige Kleidung an, damit Sie bequem liegen. Bitte kommen Sie in Begleitung – lassen Sie sich zumindest abholen. Den Weg nach Hause sollten Sie nicht alleine antreten, schon gar nicht, wenn der Eingriff mit Lachgas, Sedierung oder Narkose stattfindet.

Wenn eine Sedierung oder Narkose vereinbart wurde, ist das Geld für den Anästhesisten bitte mitzubringen. Der Anästhesist händigt Ihnen die Rechnung und die Quittung sofort aus. Bitte vergessen Sie nicht, den Gesundheitsfragenbogen für den Anästhesisten mitzubringen, wenn Sie ihn nicht bereits zuvor bei uns abgegeben haben.

Fragen zur Weisheitszahn-OP selbst:

6. Gibt es Unterschiede zwischen der Weisheitszahnentfernung im Ober- und im Unterkiefer?

Der Knochen im Oberkiefer ist viel weicher und nachgiebiger als im Unterkiefer. Daher sind die oberen Weisheitszähne in der Regel einfacher zu entfernen und es kommt nach dem Eingriff auch weniger zu Schmerzen und Schwellungen. Hier besteht lediglich die Gefahr der Eröffnung der Kieferhöhle. Weisheitszähne im Unterkiefer ziehen ist hingegen komplizierter und mit mehr Komplikationsrisiko verbunden.

7. Meine Weisheitszähne haben sehr verzweigte, gekrümmte Wurzeln.

Das ist nicht weiter tragisch. Vielleicht dauert die Weisheitszahn-OP deswegen ein bisschen länger, weil die Wurzeln vor der Entfernung abgetrennt und einzeln entfernt werden müssen. Ein Vorgehen mit Lachgas oder Narkose ist dann zu bevorzugen.

8. Merke ich was von dem Eingriff, wenn ich ihn nur mit Spritze machen lasse?

Sie merken keinen Schmerz, jedoch mitunter Druck vom Heraushebeln des Zahnes. Zudem hören Sie alle Geräusche wie Knacken oder das Abschleifen des Knochens, das auch mit leichter Vibration verbunden ist. Sehr ängstlichen Patienten empfehlen wir daher, den Eingriff mit Lachgas oder in Narkose durchführen zu lassen.

9. Tut die Spritze weh?

Nein, wir vereisen die Stelle vorher.

10. Wie entfernt der Zahnarzt den Weisheitszahn?

Hierzu haben wir ein kleines Video im Bereich „Vorgehen“ für Sie eingestellt. Darin sind die einzelnen Schritte dargestellt.

11. Sind Komplikationen häufig?

Nein, siehe Bereich „Komplikationen“.

12. Kann der Kiefer beim Weisheitszahnziehen brechen?

Ja, das ist aber sehr, sehr unwahrscheinlich. Alle Informationen dazu im Bereich „Komplikationen > Kieferbruch“.

Verhalten nach der Weisheitszahn-OP

12. Wie verhalte ich mich zu Hause nach der Weisheitszahn-OP?

Siehe Kapitel „Verhalten nach der OP“ sowie auch unser Merkblatt hier.

13. Was für ein Schmerzmittel kann ich nehmen?

Wir empfehlen Ibuprofen 300, und zwar max. 4 Tabletten/Tag. Nähere Details finden Sie hier.

14. Wie viele Tabletten Schmerzmittel darf ich nehmen?

Maximal 1200 mg Ibuprofen am Tag, das entspricht 4 Tabletten Ibuprofen 300 . Wenn Sie damit nicht auskommen, sollten Sie sich bei uns melden.

15. Bekomme ich starke Schmerzen?

Nein, die Schmerzen sind mit Ibuprofen gut erträglich.

16. Wie lange muss ich kühlen?

Mindestens 36 Stunden, besser 48 Stunden, und zwar auch nachts!

17. Wie kühle ich am besten?

Mit Coolpacks oder Beuteln mit Eiswürfeln. Diese in ein Handtuch einschlagen, damit kein direkter Hautkontakt entsteht – ansonsten kann es Erfrierungen an der Haut geben. Sodann 10 Minuten kühlen, dann 5 Minuten Pause.

18. Muss ich auch nachts kühlen?

Ja, die ersten beiden Nächte.

19. Darf ich die Eiswürfel auch lutschen?

Ja, das ist sogar sehr gut!

20. Trotz Schmerzmittel habe ich starke Schmerzen – was kann ich tun?

Dann sollten Sie sich bei uns melden, damit wir herausfinden, woher die Schmerzen kommen (evtl. eine Entzündung der Wunde) und wie wir Ihnen helfen können, gegebenenfalls auch mit stärkeren Schmerzmitteln.

21. Mir wurde gesagt, ich darf 10 Tage nicht die Nase schnäuzen – warum?

Weil die Kieferhöhle eröffnet wurde, damit eine Verbindung vom Mund zur Nasennebenhöhle besteht. Dann kann Speichel in die Kieferhöhle kommen und diese entzünden. Damit die Verbindung zur Kieferhöhle abheilen kann, darf kein Druck in der Kieferhöhle wie eben beim Schnäuzen erzeugt werden.

22. Wofür sind die Nasentropfen, die ich bekommen habe?

Damit Sie eine verstopfte Nase frei bekommen, wenn Sie nicht schnäuzen dürfen. Die Nasentropfen sind also nur bei Bedarf anzuwenden.

23. Meine Nase ist verstopft, aber ich darf nicht schnäuzen. Was kann ich tun?

Nasentropfen nehmen.

24. Es blutet aus der Nase, was soll ich tun?

Zunächst bitte Ruhe bewahren und aufrecht hinsetzen. Kopf gerade halten (nicht in den Nacken). Die Nase dann entweder mit Daumen und Zeigefinger für etwa 15 Minuten zudrücken oder eine Tamponade aus Taschentuch, Toilettenpapier oder Küchenrolle leicht in die Nase drücken. Wenn die Blutung nach 15 Minuten nicht aufhört, machen Sie bitte etwas Pause und probieren es dann erneut. Wenn die Blutung nach dem zweiten Versuch nicht gestoppt werden kann, rufen Sie uns bitte an.

25. Was kann ich tun, damit die Schwellung nicht stark wird?

Kühlen, kühlen, kühlen und alles vermeiden, was den Blutdurchfluss ankurbelt. Nähere Informationen erhalten Sie im Kapitel „Verhalten nach dem Eingriff“.

26. Wie lange bleiben die Wangen geschwollen?

Etwa drei Tage bis eine Woche, selten länger.

27. Was darf ich essen und trinken?

In den ersten beiden Tagen bitte nur weiche kohlehydratreiche Kost essen, kalt oder höchstens lauwarm. Ideal wäre z. B. Kartoffelpüree. Danach können Sie zu normalen Speisen übergehen, die jedoch nicht stark gekaut werden müssen, z. B. Salat, Gemüse und Nudelgerichte. Nach einer Woche können Sie zu normaler Ernährung übergehen.

28. Darf ich Milchprodukte essen?

Ja, aber nicht in den ersten 24 Stunden.

29. Darf ich Milchprodukte essen?

Ein Stofftaschentuch (bitte KEIN Papiertaschentuch, kein Klopapier oder Ähnliches) nehmen, dick falten und darauf beißen. Die Wunde so komprimieren. Die Blutung sollte so binnen 20 bis 30 Minuten zum Stillstand kommen. Der Vorgang kann ein bis zwei weitere Male wiederholt werden. Sollte die Blutung nicht zum Stillstand kommen, melden Sie sich bitte bei uns oder suchen einen Arzt auf!

30. Soll ich Antibiotika einnehmen?

Nur wenn wir Ihnen ein Antibiotikum verschreiben. Bitte greifen Sie nicht selber zu irgendeinem Antibiotikum, das Sie zufällig im Schrank haben.

31. Muss ich das Antibiotikum nehmen?

Wenn wir es verschreiben, dann ist es notwendig!

32. Wie lange muss ich das Antibiotikum einnehmen?

Mindestens 7 Tage.

33. Ich bekomme Magenschmerzen von den Antibiotika, was soll ich tun?

Bitte sprechen Sie in dem Fall mit uns, wir wählen dann ein anderes Antibiotikum aus, das magenverträglicher ist!

34. Ich bekomme Hautausschläge von den Antibiotika, was soll ich tun?

Bitte sprechen Sie mit uns, wir verschreiben Ihnen dann ein anderes Antibiotikum.

35. Ab wann darf ich wieder Zähne putzen?

Ab sofort, aber nicht im Bereich der Wunde. Erst wenn die Fäden gezogen wurden, darf auch wieder an der Wunde geputzt werden.

36. Soll ich eine Mundspüllösung nehmen?

Ja, aber bitte nicht in den ersten 24 Stunden und nur maximal zwei Wochen.

37. Meine Zunge verfärbt sich komisch schwarz – ist das normal?

Ja, das kommt in der Regel von der Mundspüllösung. Wir schauen uns das dann beim nächsten Kontrolltermin an. Es ist dabei keine Eile geboten.

38. Ich habe heftige Schmerzen, was soll ich tun?

Bitte melden Sie sich bei uns.

39. Ich kann den Mund kaum öffnen – ist das normal?

Ja, das ist normal während der ersten Tage. Besser wird es nach etwa einer Woche.

40. Wann darf ich wieder arbeiten?

Sobald die Schwellung weg ist und Sie keine Schmerzen mehr haben.

41. Wann darf ich wieder rauchen?

Nach 24 Stunden, aber selbst dann stört das Rauchen die Wundheilung noch.

42. Wann darf ich wieder Sport machen?

Nach etwa einer Woche frühestens. Bitte hören Sie dabei auf Ihren Körper. Wenn es weh tut oder anfängt zu pochen, sollten Sie sofort aufhören mit dem Sport. Leistungssport und Wettkämpfe bitte erst nach vier bis sechs Wochen.

43. Wann darf ich wieder ins Schwimmbad?

Nach 14 Tagen.

44. Wann darf ich wieder in die Sauna?

Nach 14 Tagen.

45. Wann darf ich wieder eine Flugreise machen?

Sofort, es sei denn, die Kieferhöhle wurde eröffnet, dann erst nach 14 Tagen.

46. Müssen die Fäden gezogen werden? Wann? Tut das weh?

Ja, sie müssen nach 6 bis 8 Tagen gezogen werden. Das tut nicht weh!

47. Ich bekomme den Mund nicht auf – kommt man überhaupt an die Fäden ran?

Ja, das ist kein Problem! Wir gehen mit der Schere seitlich neben den Zähnen nach hinten. Das klappt auch bei nur ganz geringer Mundöffnung.

48. Warum werden keine Fäden benutzt, die sich selber auflösen?

Weil diese nicht gut genug halten. Sie dehnen sich nach nur wenigen Tagen.

49. Wann muss ich zur Kontrolle kommen?

Am Tag nach dem Eingriff, nach einer Woche zum Fädenziehen und nach einer weiteren Woche zur normalen Wundkontrolle.

50. Tun die Kontrollen weh?

Nein, wir schauen nur.

51. Bekomme ich einen Streifen in die Wunde, der gewechselt werden muss?

Nein, nur in besonderen Fällen. Ansonsten wird die Wunde ohne Streifen dicht vernäht.

52. Es sieht so aus, als wären Essensreste in der Wunde. Was kann ich tun?

Wenn Sie keine Schmerzen haben, muss nichts getan werden. Sie können versuchen, die Speisereste mit einer Mundspülung zu beseitigen. Oder Sie besorgen sich eine Einmalspritze, füllen diese mit Wasser und zielen mit dem Wasserstrahl in die Wunde.

53. Auf der Wunde ist weißer Belag – ist das normal?

Ja, das ist fest gewordenes Wundsekret. Das ist harmlos und normal.

54. Was macht der Arzt, wenn sich die Wunde entzündet?

Er gibt Ihnen eine örtliche Betäubung und säubert die Wunde dann. Eventuell wird ein schmerzstillender Streifen in die Wunde eingelegt.

Allgemeine Fragen zu Weisheitszähnen

55. Warum hat man überhaupt Weisheitszähne?

Das weiß nur der liebe Gott.

56. Müssen alle Weisheitszähne gezogen werden?

Nein, wenn der Weisheitszahn genügend Platz hat und regulär aus dem Kiefer in den Mund wächst, dann gibt es keinen Grund, ihn zu entfernen. Das ist jedoch eher selten der Fall.

57. Gibt es das – mehr als 4 Weisheitszähne?

Ja, das gibt es, aber sehr selten.

58. Stimmt es, dass Weisheitszähne die anderen Zähne verschieben?

Diese These ist umstritten. Bisher gelang es nicht, diese Annahme zu belegen oder sie eindeutig zu wiederlegen.

Fragen zu den Kosten:

59. Übernimmt die Krankenkasse alle Kosten, auch von Narkose oder Lachgas?

Die Krankenkasse übernimmt die Kosten der Weisheitszahnentfernung selbst. Ein 3-D-Röntgenbild, Lachgas oder Narkose werden von der Krankenkasse nicht übernommen. Siehe dazu nähere Angaben im Kapitel „Kosten“.

60. Was kostet der Eingriff mit Lachgas?

Die Kosten liegen zwischen 100 und 150 Euro. Siehe dazu mehr im Kapitel „Kosten“.

61. Was kostet der Eingriff in Sedierung (Dämmerschlaf) oder Narkose?

Die Kosten liegen zwischen 250 und 350 Euro, selten darüber. Siehe dazu mehr im Kapitel „Kosten“.

 

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