Vorgehen

Auf einen Blick:

Vor der Planung einer Weisheitszahn-OP sollten grundsätzlich folgende Punkte überlegt werden

  • Ist die Entfernung erforderlich?
  • Wann soll die Entfernung stattfinden (z. B. in den Schulferien)?
  • Wie viele Weisheitszähne auf einmal entfernen?
  • Art der Schmerzausschaltung: örtliche Betäubung, Lachgas, Sedierung oder Narkose
  • Verhalten nach dem Eingriff (Medikamente, Essen, Sport, Schulbesuch etc.)

 

Eine genaue Liste mit allem, was zu beachten ist, stellen wir Ihnen im Bereich Checklisten zur Verfügung!

„Warum entfernen“ Ist die Entfernung der Weisheitszähne erforderlich?

Auf einen Blick:

Raus müssen Weisheitszähne, die

  • zu wenig Platz haben
  • schief wachsen
  • bereits Schmerzen verursacht haben

Die üblichen Gründe für die Entfernung der Weisheitszähne sind Platzmangel im Kiefer sowie „falsches“ Wachstum der Weisheitszähne (nähere Details dazu im Kapitel Notwendigkeit / Indikation). Weisheitszähne stehen zudem im Verdacht, die Zahnreihe zusammenzuschieben. Daher wird die Weisheitszahn-OP sehr häufig im Zusammenhang mit einer kieferorthopädischen Behandlung empfohlen. Es gibt jedoch noch viele weitere Gründe für die Entfernung von Weisheitszähnen. Diese erläutere ich Ihnen im Bereich „Hintergrundwissen > Notwendigkeit/Indikation“.

„In welchem Alter entfernen“ Welches ist das beste Alter für die Weisheitszahn-OP?

Auf einen Blick:

  • Bestes Alter für die Entfernung: als Jugendlicher (15–20 Jahre)
  • Aber auch danach noch problemlos möglich

 

Im Prinzip gibt es keine Altersgrenze für die Weisheitszahn-OP. Jedoch macht es am meisten Sinn, die Weisheitszähne zu entfernen, sobald erkennbar ist, dass sie nicht normgerecht wachsen. Das zeichnet sich etwa im Alter von etwa 15 bis 16 Jahren ab. Zu diesem Zeitpunkt ist der Knochen auch noch relativ weich und heilt sehr schnell. Wenn sie entfernt sind, können die Weisheitszähne erst gar keinen Schaden mehr anrichten.

„Wann entfernen“ Wann soll die Entfernung stattfinden: In den Ferien, im Urlaub, vor dem Wochenende etc.?

Auf einen Blick:

  • 3 Tage Genesungszeit bei einfachen Weisheitszähnen
  • eine Woche Genesungszeit bei schwierigen Fällen
  • In den Ferien? Vor dem Wochenende?
  • Keine Flugreise binnen 14 Tagen

Egal, ob nur ein Weisheitszahn oder alle vier Weisheitszähne gleichzeitig entfernt werden: Die Nachbehandlungszeit ist quasi identisch. Die typischen Beschwerden nach der Weisheitszahnentfernung sind Schmerzen, Einschränkung der Mundöffnung und das Anschwellen der Wange. Selbstverständlich treffen wir Vorsorge, dass die Beschwerden so gering wie möglich sind. Dies erreichen wir durch eine sehr schonende Vorgehensweise und den Einsatz von abschwellenden Medikamenten während des Eingriffs. Im Idealfall könnte daher am nächsten Tag die Schule wieder besucht werden. Wir empfehlen jedoch, vorsorglich drei Tage Ruhe einzuplanen. Wenn der Eingriff an einem Donnerstag durchgeführt wird, könnten der Freitag und das Wochenende zur Genesung genutzt werden.

Sofern eine sehr komplizierte Entfernung ansteht, raten wir zu einer Woche Genesungszeit. Nähere Informationen hierzu erhalten Sie im Kapitel „Schwierigkeitsgrad“.

Selbstverständlich erhalten Sie von uns ein Attest (Krankmeldung) für den entsprechenden Zeitraum.

Bitte beachten Sie, dass bei Beteiligung der Kieferhöhle Flugreisen für 14 Tage verboten sind.

„Wie viele auf einmal“ Wie viele Weisheitszähne auf einmal entfernen?

Auf einen Blick:

  • Jeder Weisheitszahn einzeln – schlechteste Lösung
  • Zwei/zwei: gute Lösung, örtliche Betäubung ausreichend
  • Alle vier auf einen Streich: beste Lösung wegen der Anwendung von Lachgas oder Narkose

Grundsätzlich gibt es hier drei Möglichkeiten:

1.) Jeder Weisheitszahn einzeln: Meiner Meinung nach ist das die schlechteste Variante, da die Beschwerden ähnlich sind, egal ob wir einen Weisheitszahn ziehen oder mehrere entfernen. Wenn dann eine Weisheitszahn-OP überstanden ist, folgt einige Tage später die nächste. Und mit jedem Weisheitszahn wird der Gang zu uns schwieriger und zermürbender.

2.) Zwei Weisheitszähne auf einmal: Schon besser. Dabei könnten in der ersten Sitzung die Weisheitszähne der linken und in der nächsten Sitzung die der rechten Seite gezogen werden. Die Hoffnung, auf der anderen Seite kauen zu können, ist jedoch oft trügerisch, da die Kaubewegung mitunter weh tut. Da nutzt es dann auch nichts, wenn auf der einen Seite alles in Ordnung ist.

Eine weitere Variante wäre, zunächst die Weisheitszahn-OP nur im Oberkiefer durchzuführen. Dies verursacht üblicherweise so gut wie keine Beschwerden und geht zumeist sehr schnell. So bleiben die Kinder motiviert und behalten genug Elan, um den zweiten Eingriff im Unterkiefer zeitnah anzugehen. Dieser ist fast immer umfangreicher und mit mehr Beschwerden verbunden, da der Unterkieferknochen wesentlich härter ist. Zudem folgen Speisereste und Speichel der Schwerkraft und sickern in die Wunde: Entzündungen können die Folge sein.

Zwei Weisheitszähne können problemlos in örtlicher Betäubung entfernt werden

3.) Alle vier auf einen Streich Unserer Meinung nach ist dies die beste Lösung und auch jene, die wir am häufigsten durchführen. Dies hat weniger medizinische als psychologische Gründe. Mit einem Eingriff ist alles erledigt. Wenn zur Schmerzausschaltung zusätzlich mit Lachgas, Sedierung oder Narkose gearbeitet wird, stellt der Eingriff auch keinerlei Belastung für die jungen Patienten dar. Ein „Rundum-sorglos-Paket“ sozusagen.

Wir beraten Sie gerne persönlich

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